Hamburger Staffelrudern 2016

Ja, wir waren wieder dabei! Da unsere Hamburger Ruderfreunde noch immer an ihrem Bootshaus bauen, machten wir uns wieder auf den Weg nach Berlin, zum Gastgeber in Vertretung, dem Richtershorner Ruderverein.

Eine sächsische Mannschaft wollten wir bilden und das haben wir dieses Jahr auch geschafft. Ein Team von 35 Startern stellten die Vereine SC DHfK Leipzig, Meißener Ruderclub „Neptun“ und die Wurzener Rudervereinigung Schwarz-Gelb zusammen. Da wir vor allem auch im Alter „punkten“ konnten, unser ältester Ruderer war immerhin 76 Jahre alt, rutschten wir tatsächlich noch in die Kategorie 2 (d.h. Mannschaft bis zu 26 Startern), denn alles über 65 Jahren und alle weiblichen Teilnehmer zählten bloß als „halbe Portionen“. Das nahmen wir dem ORGA-Team aber nicht übel, sondern hatten dafür doppelten Spaß.

Aus unserem Verein fanden erstmals viele Neulinge (nicht nur hinsichtlich Regattaerfahrung – sondern echte: also Quereinsteiger, die das Rudern erst als Erwachsene erlernten) den Weg zum Wettkampf. Ziel war also bei Weitem nicht „Gewinnen“, sondern vor allem ein schönes gemeinsames Erlebnis mit Spaß, Mannschaftsfeeling und allem, was eine Regatta eben so bietet. Und da gibt es viel zu genießen bei einer Wettkampfdauer von 8 Stunden! Die erste Runde war für viele eine Überraschung: wie lang doch 3,5 km sein können, dass es auch Wellen gibt beim Rudern, dass die Schlagfrequenz beim Wettkampf doch etwas höher ist, wie anspornend ein Bord-an-Bord-Rennen und wie motivierend eine schreiende Steuerfrau sein kann. Durchschnittlich 3 Runden schaffte jeder Teilnehmer, viele kamen auf 4 und unsere Routiniers sogar auf 5 Runden. Auch unsere „alten Hasen“, teils Wiederholungstäter oder auch im Wortsinne, zeigten großen Kampfesgeist und bei so manchem festigte sich auch die Erkenntnis, dass das ungeliebte Wintertraining beim Rudern vielleicht doch eine klitzekleine Rolle spielen könnte oder besser: sollte…

Alles Anfeuern vom Ufer aus half nichts: bei unserer 30. Runde fehlten nur 13 Sekunden, damit auch noch unser 31. Team noch vor 19:00 Uhr starten konnte. Somit schafften wir in den 8 Stunden „nur“ 30 Runden. Aber damit erreichten wir den 9. Platz. Das ist gutes Mittelfeld und mehr als wir erwartet hatten.

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Danke an die wirklich perfekte Organisation durch den Richtershorner RV, da blieb kein Wunsch offen! Danke auch an unsere Mitstreiter aus Wurzen und Meißen!

Und nächstes Jahr heißt es: Auf nach Hamburg!

 

Kathrin