Coastal Rowing Barcelona, 17. September 2016


Eigentlich fahre ich nicht gerne Gig-Boot. Als unsere Lübecker (Ruder)Freunde Maj-Britt und Mathias Borchardt uns im
Juli fragten, ob wir 6km in der See-Gig vor der Skyline von Barcelona mitrudern würden, war die Sache klar: das
probieren wir !
Freitag Mittag landeten wir in Barcelona. Am Abend testeten wir eine See-Gig und das ging ganz gut. Die
einheimischen Ruderer erzählten uns, Wellen von bis zu 1m Höhe seien völlig normal und eher klein. Und letztes Jahr
waren die Wellen deutlich höher und sogar See-Gigs kenterten. Diesen Gedanken schoben wir sogleich weit weg.
Der Start in der 1. Startergruppe, zu der wir gehörten, sollte am Samstag um 13.30 sein. Katalanische Uhrzeit, wir
starteten ca. 40 Minuten später... Unsere Gegner kamen aus Frankreich und Italien und unsere Taktik lautete:
schneller Start, absetzen und halten.
Dass uns das derart reibungslos gelingen würde, hätten wir uns allerdings nicht ausgemalt. Schnellstes Boot der 1.
Startergruppe mit 4 (!) Minuten Vorsprung vor dem nächsten Mixed-Vierer.
Die Siegerfeier war feucht und fröhlich, das Rennen war richtig gut, die Stadt grandios und das Wetter klasse, kurz und
gut: wir bereuen nichts !!


Anette Löffler (Leipzig), Bernd Schmid (Erlangen)

Saisonabschluss ohne Maß

Der Blick auf die Tabelle nach dem Renntag in Leipzig hat das Team aus Mitteldeutschland auf dem 11.Platz gesehen. Bei genauerem Hinsehen trennte aber nur ein Punkt die Mannschaft vom letzten Platz. Wenn in Berlin nichts schief geht, dann…

Aber es ging für Magdeburg und Leipzig komplett in die Hose. Die Ursachen sind nicht an einem bestimmten Ereignis oder an einer Person festzumachen. Alles ist eine Teamleistung und damit hat die Mannschaft eine schlechte Leistung abgeliefert. Zum letzten Renntag musste sich Florian Eidam abmelden, Maximilian Feifer rückte nach und machte einen guten Job. Trotzdem war die gewohnte Routine nicht zu spüren. Das Zeitrennen wurde als 13ter beendet, der nachfolgende Regen spülte das Selbstvertrauen in die Spree. Leider konnte in den folgenden Rennen dieses nicht wieder an Bord geholt werden. Die nachfolgenden Rennen wurden alle verloren. Somit blieb am Ende nur der undankbare 14. Platz im Tagesergebnis und damit nur der letzte Platz zum Ende der Saison.

Im Vergleich zur Besatzung aus dem letzten Jahr ist die Kooperation aus Leipzig und Magdeburg viel näher am Feld dran. Die Qualität aller Teams in der zweiten Liga ist auch gestiegen. In vielen Rennen haben die Mannschaften innerhalb von 2 bis 3 Sekunden die Ziellinie überquert. Sehr oft musste das Zielfoto die Entscheidung bringen. In der Konsequenz kann nur festgehalten werden, ein neues Team, dass erst am Anfang der Saison zusammenfindet hat keine Chance vorn mitzufahren. Kommen noch interne Unstimmigkeiten hinzu, bekommt man an den Renntagen die Quittung. Gute Ergebnisse in einzelnen Rennen in Hamburg und Leipzig bestätigen das Potential, von Konstanz ist man aber noch weit entfernt. Während aber die beiden Sportclubs im Handball auf einander sportlich losgehen, wird im Rudern zusammengearbeitet. Getreu dem Motto: „Brodeln muss‘es!“

 

Dietmar

FISA-World-Masters-Regatta Kopenhagen, 8.-11.September 2016

Anfang September finden jedes Jahr die World-Masters statt, die inoffizielle WM der Masters-Ruderer. Inoffiziell deshalb, weil es eigentlich nur Abteilungssieger gibt und keine Vorläufe oder Finals ausgefahren werden. Der Veranstalter redete von knapp 3400 Teilnehmern, eine Mammut-Veranstaltung.

Bei uns stand ein schmales Programm auf dem Plan: Frauen-Doppelzweier am Samstag mit meiner Partnerin Petra aus Mühlheim, sowie am Sonntag ein Mixed-Zweier mit Bernd und ein Mixed-Vierer mit Petra, Bernd und Christian vom Lobensteiner RV.

Der Frauen-Zweier im 8-Boote-Feld lief gut und wir mussten uns nur den starken Niederländerinnen beugen. Für die wenigen gemeinsamen Trainings-Einheiten ein gutes Ergebnis. Im Mixed-Zweier wollten wir mehr, aber gleich zu Beginn setzte sich ein Boot ab und wir lieferten uns mit zwei weiteren Zweiern einen heftigen Kampf, den wir als dritte beendeten. Zugegeben, am Ende hatten wir Druck rausgenommen, denn der Vierer stand noch an.

In diesem Boot hatten wir uns am Abend zuvor erstmals ins Boot gesetzt. Bis gut 750m waren wir knapp vorne, dann hätten wir dem eingefahrenen Vierer aus Lindau nichts entgegen zu setzen. Für die Umstände war dieser 2. Platz ein gutes Resultat, aber wenn derSieg so greifbar ist, ist die Enttäuschung auch ein bisschen größer.

Anette Löffler (Leipzig), Bernd Schmid (Erlangen)

Nahe dran an der Rowing Champions League

An diesem Wochenende steigt das abschließende Rennwochenende der Saoson 2016 in Berlin. Und wir sind verdammt nahe an der Rowing Champions League dran! Der Fairness halber muss aber zugegeben werden, dies bezieht sich nur auf den Austragungsort und die zeitliche Nähe zum Sonntag. Das Leipzig-Magdeburger Team möchte geren die positive Tendenz der Saison fortsetzen. Die beiden vergangenen Trainingswochenenden waren dafür nicht zu hundert Prozent zuträglich, aber alle haben sich sowohl über die Woche an ihren Heimstandorten, als auch an den Wochenenden im Großboot optimal vorbereitet.

Den Ausfall von unserem bisherigen Schlagmann Flroian "Maschine" Eidam kompensieren wir dabei noch am einfachsten. Wer braucht schon einen guten Schlagmann? Naja, vielleicht wir! Für wen wir uns in internen Ausschiedungen und intensiven Überprüfungen entschieden haben, wird am Samstag im Boot präsentiert. Eins kann zumindest verraten werden ohne die anderen Boote in unserer Liga zusehr zu verunsichern. Der Autor der Zeilen wird es nicht sein. Aber der Platz bleibt nicht leer. Und dann marschiert der SparkassenAchter ohne Maschine.

Dietmar

Nachlese RBL-Renntag Leipzig

FIT, HEIß und GEIL war das Motto, ausgegeben von Florian und Jörg. Wer konnte zu Beginn der vergangenen Woche ahnen, dass dies genau so eintritt. GEIL war die gesamte RBL-Veranstaltung rund um die Elsterflutbett-Arena. HEIß waren neben dem Wetter auch alle Starter. Unser Team natürlich eingeschlossen. Und FIT sind wir schon die gesamte Saison.

Die Ruder-Abteilungsleiter aus Magdeburg und Leipzig hatten das Ziel für uns sehr hoch gesteckt. Das Ergebnis am Ende sollte einstellig sein, so zu lesen in der Leipziger Volkszeitung. Ein neunter Platz hätte da „schon“ ausgereicht. Den gab es aber noch nie. Der Sieg im Vorlauf brachte einen kräftiger Motivationsschub.

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